Wimmelbilder erfreuen sich bei Groß und Klein einer großen Beliebtheit. Die mittlerweile sehr große Vielfalt an Büchern ermöglicht es, dass hier jeder das passende Buch für seine Interessen finden kann. Die meist sehr kindgerecht gestalteten Wimmelbücher eignen sich auch schon für die jüngsten Leser und Betrachter.

Was ist ein Wimmelbuch?

Ein Wimmelbuch ist eine spezielle Form des Bilderbuchs. Zunächst einmal fällt hier die besondere Größe auf. Meist werden Wimmelbücher angeboten, die größer als A4 sind, wodurch es noch leichter fällt, die dargestellten Szenen zu betrachten und inspizieren zu können. Zudem handelt es sich meist um ein Pappbilderbuch, was im Gegensatz zu herkömmlichen Büchern aus dickerem Karton gefertigt ist. Der wahre Charme eines Wimmelbuches zeigt sich jedoch beim Durchblättern. Die einzelnen Bilder erstrecken sich in der Regel auf eine Doppelseite. Auf dieser wimmelt es dann von Details und kleinen Feinheiten. Die einzelnen Bilder stellen meist Alltagsszenen dar. Die Schauplätze dieser Szenen können unterschiedlich sein und von Bauernhöfen über Weihnachtsmärkte und Zoos bis zu Kindergärten reichen. Aufgabe ist es nun, in den verschiedenen Bildern Gegenstände zu entdecken. Da es sich meist um ein Pappbilderbuch handelt, ist es auch stabil genug, um als Begleitung mitgenommen zu werden, zum Beispiel bei Autofahrten.

Was heißt Wimmelbuch?

Wimmelbücher haben ihren daher erhalten, dass die Seiten extrem detailreich dargestellt sind und es auf den einzelnen Seiten nur so von Dingen, Menschen und Tieren wimmelt. Meist wird gänzlich auf Text verzichtet, so dass sich ganz auf die dargestellten Szenen konzentriert werden kann.

Da sich Wimmelbücher auch schon an jüngste Kinder richten, bieten sie sich dafür an, gemeinsam von Eltern und Kindern betrachtet zu werden. So können Kinder mit ihren Eltern über die verschiedenen Situationen reden und diskutieren, die sich ihnen hier präsentieren und sie können zusammen auf Entdeckungsreise gehen. Gerade aufgrund der vielen kleinen Details, die sich praktisch überall auf der Seite verstecken, macht es immer wieder aufs Neue Spaß, die Wimmelbücher durchzublättern, denn es gibt eigentlich immer etwas Neues zu entdecken.

Eltern können das Kind zum Beispiel aktiv auffordern, sich einzubringen. Möglich sind hier zum Beispiel fragen wie „Wo ist die Katze?“ oder, etwas spezifischer, „Wo ist die braune Katze?“. Aber auch eine sehr allgemein gehaltene Fragetechnik bringt das Kind dazu, sich einzubringen, zum Beispiel durch Fragen wie „Was ist denn da los?“ oder „Wer ist denn das?“. Das Kind wird gern auf diese Fragespiele eingehen und stolz sein, wenn es etwas passendes dazu im Bild entdeckt hat. Mit zunehmendem Alter und Verständnis der Kinder, können Eltern auch zu den sogenannten „Warum“-Fragen wechseln.

Eine Frage wie „Warum rennen die beiden Kinder die Straße entlang?“ kann dann beim genauen Betrachten damit beantwortet werden, dass ihnen gerade der Schulbus vor der Nase weggefahren ist. Die Kinder können mehr und mehr in die Bilder eintauchen und sich durch die entsprechenden Fragen mit den Szenen noch besser auseinandersetzen, was wiederum ihre Beobachtungsgabe, Interpretationsfähigkeit und Aufmerksamkeit schult. Letztlich steht aber immer der Spaß an erster Stelle und Eltern gewinnen mit einem Wimmelbuch ein wunderbares Hilfsmittel, die kindliche Fantasie anzuregen.

Kinder haben zudem die Möglichkeit, sich eigene Geschichten zu den verschiedenen Bildern auszudenken. Wimmelbücher sind ideal dazu, die kindliche Fantasie anzuregen. Und da in der Regel keine Texte vorhanden sind, ist es auch keine Voraussetzung lesen zu können, um Freude an einem Wimmelbuch zu haben. So wird es garantiert nie langweilig mit einem Wimmelbuch und je nach Stimmung oder auch sich veränderndem Entwicklungsstand des Kindes, können die Details und Szenen anders interpretiert werden. So entwickelt sich auch der Austausch mit den Eltern beim Betrachten der Bücher weiter. Sehr junge Kinder nehmen vor allem einzelne Gegenstände, Menschen und Gebäude wahr. Mit zunehmendem Alter werden immer mehr Details für sie interessant und sie entdecken Dinge in den Bildern, die ihnen vormals noch gar nicht aufgefallen sind. Daher macht es auch Freude, ein Wimmelbuch über Jahre hinweg zu betrachten.

Die nun entdeckten Details können jetzt dazu genutzt werden, als Bestandteile für eigene Geschichten zu dienen. Wimmelbücher zeigen die verschiedensten Momentaufnahmen und lassen den Kindern aber immer viel Raum für eigene Interpretationen. Sie gelten als pädagogisch wertvoll, ohne die Kinder aber belehren zu wollen. Dadurch eröffnen sich dem Betrachter schier endlose kreative Welten, in die er eintauchen kann. Betrachten die Kinder die Szenen gemeinsam mit den Eltern und bekommen hier die Szenen erklärt, erweitert sich ihr Wortschatz, sie trainieren ihre Sprache und ihren Ausdruck und fördern ihre Sprechfreudigkeit. Auch wenn man es sich beim Betrachten eines Wimmelbuches auf der Couch bequem machen kann, regen die Bücher dennoch auf ihre Weise zum Aktivsein an. Mit älteren Kindern kann es auch Spaß machen, einen regelrechten Wettbewerb zu veranstalten, wer die gesuchten Gegenstände zuerst auf den Seiten entdeckt. Da Wimmelbücher vergleichsweise groß sind, sind sie auch sehr gut dazu geeignet, von mehreren Kindern gleichzeitig betrachtet zu werden, wodurch sich das soziale Miteinander fördern lässt. Die lustigen Bilderwelten sorgen so für einen kreativen Austausch untereinander.

Wimmelbücher sind der ideale Zeitvertreib für verregnete Tage oder lange Zug- oder Autofahrten und sie beweisen, dass auch gerade im Zeitalter von elektrischem Kinderspielzeug Kreativität in Buchform immer noch von Bedeutung ist.

Da kommt es auch gerade recht, dass Wimmelbücher sind gänzlich unterschiedlichen Themen widmen, sei es Ritter & Piraten, Fahrzeuge, Jahreszeiten, Stadtleben, Kindergarten, Tiere & Natur, Bauernhof, Baustelle oder Märchen. Es gibt also die verschiedensten kunterbunten Welten zu entdecken. Wimmelbücher zeichnen sich auch gerade durch ihre liebevolle Gestaltung aus. Die Illustratoren legen viel Wert darauf, die Seiten so lebendig wie möglich zu gestalten, ohne dabei jedoch das Kind zu überfordern. Dies ist wichtig, da Kinder sonst schnell das Interesse verlieren, wenn sie sich mit den dargestellten Szenen nicht zurechtfinden.

Aber nicht nur Kinder haben ihren Spaß mit Wimmelbüchern. Auch für Erwachsene bietet sich hier eine kurzweilige Unterhaltungsmöglichkeit. Erwachsene nutzen Wimmelbücher gerne, um einfach zu entspannen und abzuschalten. Vielleicht haben sie als Kind bereits selbst ein Wimmelbuch besessen und können so wieder kindliche Erfahrungen aufleben lassen. Wimmelbücher gehören eben zu den Klassikern in den Kinderzimmern und haben bereits Generationen an Kindern und Eltern gleichermaßen begeistert und unterhalten.

Wer hat das Wimmelbuch erfunden?

Als Vater der Wimmelbücher gilt Ali Mitgutsch, ein Illustrator, Maler und Kinderbuchautor. Von ihm erschien 1968 das Werk „Rundherum in meiner Stadt“, das als erstes Wimmelbuch gilt und das mittlerweile mehr als 1,3 Millionen Mal verkauft wurde. Bis heute ist man dabei dem Original treu geblieben und hat die Zeichnungen unverändert übernommen, so dass das Wimmelbuch eine gewisse Nostalgie ausstrahlt.

Welches ist das beste Wimmelbuch?

Die Frage, welches Wimmelbuch das beste ist, lässt sich nicht per se beantworten, denn jedes Kind hat hier ganz eigene Präferenzen. Sollte das Kind bestimmte Vorlieben haben, etwa, weil es Tiere besonders mag oder ein Fan von Feuerwehrautos ist, kann nach Wimmelbüchern mit entsprechenden Motiven und thematischen Schwerpunkten Ausschau gehalten werden.

Unterschied zum Wimmelbild

Spricht man von Wimmelbildern, sind damit meist Computerspiele gemeint. Wimmelbilder bilden hierbei ein eigenes Genre, das sich einer stetig wachsenden Beliebtheit erfreut. Dargestellt werden hier meist fotografische Szenen, bei denen es gilt, eine vorgegebene Liste an Gegenständen abzuarbeiten und diese in der dargestellten Szene zu finden. Um die Schwierigkeit noch etwas zu erhöhen, kann beispielsweise ein Zeitlimit gesetzt werden, innerhalb dessen die Objekte gefunden werden müssen.

Manchmal sind die Gegenstände auch besonders gut versteckt und können nur durch das Ausführen bestimmter Aktionen gefunden werden, zum Beispiel dem Öffnen einer Schublade. Wimmelbilder als Computerspiel sind meist noch mit einer Rahmenhandlung versehen. Die einzelnen Wimmelbild-Szenen stellen dann nur einen Teil der Spielelemente dar.

Es können auch noch andere Aufgaben wie Puzzles, Rätsel oder Geschicklichkeitsspiele eingebaut sein. Oftmals wird auch eine ganze Geschichte um die Wimmelbilder herum erfunden. So kann es beispielsweise darum gehen, einen Mord- oder Vermisstenfall zu lösen oder einem alten Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Ein bekannter und beliebter Anbieter von Wimmelspielen als Computerspielen ist hierbei bigfishgames.de.

Hier können die Spiele käuflich erworben werden, es besteht aber auch die Möglichkeit, sie zunächst als kostenlose Testversion auszuprobieren. Bei den Computerspielen lassen sich auch wieder spezielle Versionen für Kinder finden, die einfacher und übersichtlicher aufgebaut sind, wohingegen Wimmelbilder für Erwachsene mitunter einen sehr hohen Schwierigkeitsgrad besitzen. Das Schwierigkeits-Level kann aber meist auch individuell festgelegt werden.

Ab wann können Kinder mit dem Wimmelbuch starten?

Für die meisten Wimmelbücher gibt es jeweils eine Altersempfehlung. Da die Bücher in der Regel ohne Text auskommen und somit nicht die Fähigkeit zu lesen voraussetzen, können schon die kleinsten Kinder Spaß mit einem Wimmelbuch haben. Die Kinder müssen nicht einmal sprechen können, da es genügt, sich die bunten, fröhlichen kreativen Bilder und Illustrationen einfach anzuschauen. Meist richten sich Wimmelbücher an Kinder ab einem Alter von etwa 18 Monaten, zielen aber auch darauf ab, das Interesse von Betrachtern aller Altersgruppen zu wecken. Die Kinder werden die Wimmelbücher stets in ihrem ganz eigenen Tempo erleben und interpretieren.

Welche Verlage und Autoren für Wimmelbücher gibt es?

Neben Ali Mitgutsch, der als der Urvater der Wimmelbücher gilt, haben sich auch noch andere Autoren auf diesem Gebiet verdient gemacht. Hierzu gehören beispielsweise Rotraut Susanne Berner mit ihren „Wimmlinger Geschichten“, Eva Scherbarth, die u.a. „Mein großes Suchbilderbuch“ herausgebracht hat, oder auch Hans Jürgen Press, der durch seine ganzseitigen Illustrationen für Rätselbücher bekannt geworden ist. Die Liste an Wimmelbuch-Autoren lässt sich jedoch noch erweitern, zum Beispiel um Joachim Krause, Guido Wandrey und Stephan Lomp.

Auch die Verlage haben den Trend „Wimmelbuch“ bereits für sich erkannt. So gibt es beispielsweise den Berliner Wimmelbuchverlag, bei dem sogar individuelle Wimmelbücher in Auftrag gegeben werden können. Und auch der Potsdamer Willegoos Verlag führt neben Bilder- und Sachbüchern sowie Märchen auch Wimmelbücher im Programm.

Wo ist Walter?

Zu den bekanntesten und beliebtesten Wimmelbüchern gehören die Bücher der „Wo ist Walter?“-Reihe von Martin Handford. Im Mittelpunkt steht hierbei Walter, eine Figur mit kreisrunder Brille, Pudelmütze und rot-weiß-gestreiftem Pullover, der sich in jeder Szene versteckt und gefunden werden will. Die Bücher dieser Reihe wurden weltweit bereits mehr als 43 Millionen Mal verkauft und konnten so schon längst echten Kultstatus erreichen!

Worauf beim Kauf achten?

Wimmelbücher sind im Prinzip besonders große Bilderrätsel. Sie sollen natürlich eine Herausforderung für das Kind sein, jedoch keine unüberwindbare Hürde darstellen. Schließlich ist es wichtig, dass es durch das Finden der gesuchten Gegenstände oder Personen letztlich auch zu einem Erfolgserlebnis kommt. Bei der Auswahl des passenden Wimmelbuchs sollte daher immer auch auf den Schwierigkeitsgrad geachtet werden. Je kleiner die Buchseiten beispielsweise, umso kleiner sind auch die abgebildeten Motive.

Ein Wimmelbuch im Großformat ist aber vor allem für sehr junge Kinder sehr wichtig. Denn sie können zwar einzelne Gegenstände noch nicht selbst benennen, möchten aber dennoch zeigen, was sie entdeckt haben. Große Seiten erlauben es hier, dass das Kind auf die einzelnen Details zeigen kann. Sollte für das jeweilige Wimmelbuch eine Altersempfehlung bestehen, ist es ratsam, sich an diese zu halten.

Hilfreich können hier auch die Rezensionen anderer Eltern sein, die das Wimmelbuch bereits für ihre Kinder gekauft und mit ihnen zusammen getestet haben. Ihre Meinung kann für die eigene Kaufentscheidung herangezogen werden. Bei den meisten Onlineanbietern, bei denen Wimmelbücher gekauft werden können, besteht die Möglichkeit, entsprechende Rezensionen zu hinterlassen. Natürlich sind auch die vorherrschenden Motive des jeweiligen Wimmelbuches wichtig.

Die meisten Bücher sind bestimmten Themen gewidmet, ob Feuerwehr oder Zoo. Hier kann also immer sehr gut auf die persönlichen Interessen und Vorlieben des Kindes eingegangen werden. Denn entdeckt es Gegenstände oder Tiere, für die es sich ohnehin begeistert, macht das Betrachten gleich nochmal so viel Spaß.

Wo kann man Wimmelbücher kaufen?

Bezugsquellen für Wimmelbücher gibt es viele. Eine gute Anlaufstelle ist hier natürlich Amazon. Wimmelbücher können hier sowohl neu als auch besonders günstig in gebrauchtem Zustand bestellt werden. Zudem finden sich hier auch die bereits erwähnten Rezensionen und Bewertungen anderer Käufer, die sehr nützlich sein können, möchte man sich die eigene Auswahl erleichtern. Fündig wird man aber auch bei MyToys, tausendkind.de oder Weltbild. Auch diese Anbieter halten eine attraktive Auswahl an Wimmelbüchern bereit, ob zum Thema Diddl-Maus oder Jesus.

Wimmelbücher gibt es im Übrigen nicht mehr nur als klassisches Buch zum Durchblättern. Auch Wimmelbuch Apps sind verfügbar. Eine gute Anlaufstelle im Netz ist hierfür die Seite bestekinderapps.de, die eine Auswahl an empfehlenswerten Wimmelbuch-Apps vorstellt. Hier kann man sich auch informieren, wo es die Wimmelbuch-App kostenlos zum herunterladen gibt.